Das unkomplizierte Doping für den PC

Computer haben viele Stellschrauben, an denen sich Performancewerte erheblich beeinflussen lassen und obwohl die Zeiten vorbei sind, in dem eine Erweiterung des Arbeitsspeichers (RAM; welches für Random Access Memory steht) eine erhebliche Leistungssteigerung darstellt, so stellt je nach Bedarf eine Vergrößerung des Arbeitsspeichers eine schnelle und relativ günstige Variante zur Leistungssteigerung dar.

Nun, geht man naiv an die Sache, so geht man in den nächsten Shop und holt sich einen beliebigen Speicher und drückt den in seinen PC hinein. Jedoch ist es so leicht nicht, denn wie auch alles in der Informationstechnik hat sich die Entwicklung des Arbeitsspeichers, sowohl in Bauform und Typ, rasant entwickelt.

Vor dem Kauf hat sich also die gründliche Analyse des Systems vorangestellt. Die einfachste Methode ist es, das Systemhandbuch bzw. das Benutzerhandbuch des Mainboards aufzuschlagen, dort ist am ehesten vermerkt, welcher Typ Arbeitsspeicher gefordert ist. Hat man dies nicht oder wird dies nicht dargestellt, kann man dennoch weiter kommen, auch wenn man schwerlich drum herum kommt, sein Gehäuse aufzuschrauben.

Vorher kann man versuchen mit einer Softwarelösung herauszufinden, welchen Arbeitsspeicher man verbaut hat. Dazu fragt man am besten eine Internetsuchmaschine wie Google nach einen entsprechenden Programm. Klappt auch dies nicht, ist der erste Schritt den PC abzuschalten, ihn vom Stromnetz zu trennen und anschließend das Gehäuse zu öffnen.

Ein Wort noch, bevor man anfängt am System zu arbeiten: Man sollte sich definitiv erden, da der menschliche Körper leicht statisch aufgeladen ist und dann durch das berühren von sensibler Elektronik letztere ernsthaften Schaden nimmt. Um sich zu erden reicht es, an ein Heizungsrohr zu fassen um die statische Elektrizität des Körpers abzubauen.

Hat man das Gehäuse geöffnet, so kann man nun so vorgehen, dass man entweder zum Mainboard (die Bezeichnung findet man in den meisten Fällen auf der Platine selber wieder) das passende Handbuch herausfindet und dort nachliest, wie man den Arbeitsspeicher aufrüsten kann. Oder aber, man orientiert sich nach dem Arbeitsspeicher, baut ein Modul aus und entnimmt von dem die Daten um dann den passenden Arbeitsspeichertyp herauszufinden.

Arbeitsspeichermodule sind längliche Platinen, die meistens im oberen, rechten Eck des Mainboards zu finden sind. Die Arbeitsspeichermodule werden festgehalten durch zwei Plastiknasen, die man nur nach rechts vom Modul wegzudrücken hat. Anschließend ist das Modul lose und man kann es aus dem System herausnehmen.

Nun ist entscheidend, was auf dem Aufkleber des Arbeitsspeichermoduls steht. So sagt z.B. ein Aufkleber mit der Bezeichnung “256MB PC2-3200U” über das Modul aus, dass es ein 256MB großes DDR2 (PC2) Speichermodul ist, mit einer Taktfrequenz von 800MHz (DDR2 Module berechnen die Übertragungsfrequenz mit Faktor 4), sowie dass das Modul Unbuffered ist, also keine Möglichkeit der Fehlerkorrektur wie Profispeicher bietet.

Man muss dabei nicht jedes Modul einzeln aufschlüsseln, es reicht wenn man zu den vorhandenen Modulen gleiche Ersatzmodule zum Aufrüsten besorgt. In diesem Fall ist es recht sicher, dass das neue Modul mit dem Mainboard arbeitet.

Ist dies nicht möglich, so quittiert das Mainboard dies beim starten des PC entweder mit einen schwarzen Bildschirm oder einer gewissen Piepfolge. In so einem Fall kann es sein, dass entweder das BIOS aktualisiert werden muss, oder aber das dieses Modul nicht mit dem Mainboard zusammenarbeitet. Bei hochmodernen Systemen kann dies bevorzugt passieren, da man ein paar gewisse Regeln beachten muss, wenn man den Arbeitsspeicher aufrüsten möchte. Genauso wie es bei Apple Systemen einen Sonderfall gibt, da durch die besonderen Bauformen schwerlich eine universelle Anleitung zu schreiben ist.

In diesem und auch in dem Fall, dass man sich das ganze nicht zutraut, so ist der Fachhändler die richtige Adresse. Er kann auch anhang von Eckdaten des Systemes bestimmen, welcher Arbeitsspeicher am ehesten gebraucht wird. Für kleines Geld extra bekommt man so schnell seinen neuen arbeitsspeicher eingebaut und hat keine weiteren Sorgen mehr.

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